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Sonderausgabe zum Tag der Kautschukindustrie 2026
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Vollbesetzte Reihen im großen Saal des Steigenberger Hotels am Kanzleramt. Beim Tag der Kautschukindustrie 2026 konnten wdk und ADK über 200 Teilnehmende begrüßen.
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Perspektivwechsel
Perspektivwechsel - unter diesem Motto stand der gemeinsam von wdk und ADK gestaltete Tag der Kautschukindustrie 2026 am 28. April in Berlin. In ihrer Begrüßung gingen wdk-Präsident Michael Klein und ADK-Vorsitzender Dr. Sven Vogt der Frage nach, welche Perspektiven sich am Standort Deutschland infolge der jüngsten geopolitischen Unruhen und der damit einhergehenden Unsicherheiten beispielsweise in der Energieversorgung ergeben. Angesichts der mangelnden Unterstützung aus der Politik und immer neuer Behinderungen und Belastungen steht für Michael Klein außer Frage, dass Unternehmer hierzulande gut beraten sind, wenn sie nicht auf die politische Wirtschaftswende warten, sondern selbst aktiv werden.
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wdk-Präsident Michael Klein und ADK-Vorsitzender Dr. Sven Vogt eröffneten die Vortragsreihe mit einem Austausch über notwendige Perspektivwechsel in der Politik
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Geopolitische, transatlantische und fernöstliche Perspektiven
Der Krieg in Nahen Osten prägt aktuell die Tagesdebatten - sein Einfluss auf Rohstoff- und Logistikketten und die Energieversorgung ist immens; hinzu kommt die Betroffenheit angesichts der Auswirkungen auf die Bevölkerung, die das Kriegsgeschehen mit sich bringt.
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Mit Dr. Ali Fathollah-Nejad, Gründer und Direktor des Center for Middle East and Global Order (CMEG), konnte einer der profiliertesten Iran-Experten als Redner gewonnen werden. Im Gespräch mit wdk-Hauptgeschäftsführer Boris Engelhardt lieferte der Politologe und Autor pointierte Analysen zur komplexen Gemengelage in der Golfregion.
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Michael Weidokal wechselte die Perspektive von der Golfregion über den Atlantik. Wie blickt man in den USA auf uns und welche Perspektive hat man in den USA auf die Weltwirtschaft? Weltweit wird, so Weidokal, das Tempo des wirtschaftlichen, politischen und technologischen Wandels immer rasanter.
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Der Westen war lange Zeit das Fundament der modernen Welt, doch seine Führungsposition wird in Frage gestellt und seine Einheit bröckelt. Die Aufmerksamkeit der Vereinigten Staaten richtet sich weg von Europa hin zu Asien sowie insbesondere stärker nach innen. Dies waren einige der Kernaussagen aus dem Vortrag des Geschäftsführers der ISA (International Strategic Analysis).
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Die wirtschaftliche Dynamik zwischen Europa und China hat sich strukturell verschoben, da China von einem kostengünstigen Produzenten zu einem technologisch wettbewerbsfähigen Anbieter aufgestiegen ist. So beschrieb David Baumgart die fernöstliche wirtschaftspolitische Perspektive. Er beobachtet, dass der traditionelle Qualitätsvorsprung europäischer Produkte abnimmt.
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"Die Probleme Europas, insbesondere hohe Energie- und Bürokratiekosten sowie begrenzte Innovationsdynamik, werden durch immer neue EU-Regulierungen verstärkt und nicht reduziert. Für die Misserfolge dieser Politik wird China zum Sündenbock gemacht, um damit eigene Fehlleistungen zu verdecken." Dies war eine der provokanten Aussagen des China-Experten.
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Mach doch einfach!
Dr. Jacob Beautemps kann als profilierter YouTuber, Moderator und Wissenschaftskommunikator Technik nahbar und faszinierend erklären. Gemeinsam mit Dr. Volker Schmidt, dem Hauptgeschäftsführer des ADK, warb er für die IdeenExpo, Europas größtes Technologie- und Innovationsfestival und Plattform für MINT-Nachwuchsförderung, das vom 20.-28. Juni 2026 unter dem Motto "Mach doch einfach!" in Hannover stattfindet. Auf der IdeenExpo können junge Menschen Technik und Naturwissenschaften unmittelbar erleben und dabei auch mit Gummi experimentieren - am Flummigenerator, bei der Herstellung personalisierter Radiergummis, im F1-Fahrsimulator oder im Kautschuk-Mitmachlabor, um nur einige der spannenden Exponate und Mitmachstationen zu nennen, die von Unternehmen der deutschen Kautschukindustrie auf der IdeenExpo geboten werden. ADK und wdk sind Partner der IdeenExpo.
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Podiumsgespräch: Unabhängig erfolgreich trotz Politik!
Mit Carsten Hartmann, Freudenberg Process Seals, und Christian Otto, Gummi-Metall-Technik, sprach Isabel Link, ADK, über aktuelle Herausforderungen, denen Unternehmen hierzulande ausgesetzt sind. Überlebenswichtig für die Produktion in Deutschland sind neben dezidierter Kundenorientierung vor allem innovationsstarke Produkte; mit Standardprodukten lässt sich kein Standort sichern - darin waren sich auf dem Podium alle einig.
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Isabel Link, ADK, sprach mit Christian Otto, Gummi-Metall-Technik, und Carsten Hartmann, Freudenberg Process Seals, über die Herausforderungen, die man als Produzent von Kautschukprodukten am Standort Deutschland hat
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Mitgliederversammlung
"#Kautschuk konkret", Unterstützung in disruptiven Zeiten und geopolitische Dimensionen der Normungsarbeit waren in der anschließenden Mitgliederversammlung Themen, die neben den üblichen Regularien auf dem Programm standen. Die Anfang des Jahres gestartete Kampagne "#Kautschuk konkret" zielt explizit auf eine niedrigschwellige Ansprache von Bundestagsabgeordneten ab, um die Bedeutung der deutschen Kautschukindustrie und ihrer Produkte zu verdeutlichen. wdk-Pressesprecher Dr. Christoph Sokolowski konnte nach den acht bislang erschienenen Folgen ein positives Fazit ziehen.

Wie die Unterstützung der wdk-Mitglieder in disruptiven Zeiten aussieht, berichtete wdk-Chefvolkswirt Michael Berthel gemeinsam mit Sara Funk, die seit März als Expertin für Market & Economy das wdk-Team verstärkt und den Teilnehmenden die Ergebnisse der aktuellen Mitgliederumfrage vorstellte. Berthel berichtete, dass die Taktzahl bei der Aussendung der wirtschaftsrelevanten Newsletter Konjunktur-Ticker und Energiemarkt-Info deutlich erhöht wurde. Zu den Ölpreisen werden nun im Wochentakt neue Informationen im Mitgliederbereich zur Verfügung gestellt und der wdk-Materialpreisindex wird im Zwei-Wochen-Takt erhoben. Im neu strukturierten Bericht "Die Kautschukindustrie 2025/2026" werden Branchenlage und -perspektive umfangreich erläutert. Der Bericht ist im öffentlich zugänglichen Teil der wdk-Homepage hinterlegt.

Den Programmabschluss bildete der Vortrag von Katja Krüger, die beim DIN für Regierungsbeziehungen zuständig ist. Sie betonte, dass Normung ein starkes geoökonomisches Instrument ist, bei dem die Machtverhältnisse sich derzeit, obwohl Deutschland weiterhin eine führende Rolle spielt, deutlich Richtung China verschieben. Sie hielt ein Plädoyer für eine aktive Beteiligung von Unternehmen in der Gestaltung von Normen, denn "Wer die Norm macht, hat den Markt".

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Im Mitgliederbereich auf der wdk-Homepage stehen die gezeigten Präsentationen sowie weitere Informationen für Sie zum Abruf bereit. Sie finden dort auch eine Fotogalerie mit Eindrücken vom Tag der Kautschukindustrie 2026. Mit einem Klick auf die Kachel rechts gelangen Sie direkt zum Download-Bereich.
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Die ergänzenden Dokumente zur Mitgliederversammlung (Protokoll und Jahresbericht) sind ebenfalls im Mitgliederbereich abrufbar.
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Pressemitteilung zum Tag der Kautschukindustrie
Im Anschluss an den Tag der Kautschukindustrie versendete der wdk eine Pressemitteilung, in der wdk-Präsident Michael Klein dringend aktives industriepolitisches Handeln anmahnt.
Ihr Kontakt im wdk: Dr. Christoph Sokolowski
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Impressum wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V. Zeppelinallee 69, 60487 Frankfurt am Main/Deutschland Tel. +49 (0) 69 / 79 36 - 0 info@wdk.de | www.wdk.de Geschäftsführer: Boris Engelhardt Amtsgericht Frankfurt am Main: VR 6069
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